MS Dockville 2018: Vielfalt als Konzept

MS Dockville 2018: Vielfalt als Konzept

Mix der Kulturen – Mix der Genres

Schon zum zwölften Mal findet inmitten der Elbe in Hamburg-Wilhelmsburg das MS Dockville statt. Aus dem kleinen 5000-Leute-Festival hat sich mittlerweile nicht nur eines der wichtigsten Festivals Hamburgs entwickelt, sondern ist gleich eine ganze Veranstaltungsreihe entstanden. Slamville, Spektrum, Butterland – alles Projekte im Dunstkreis des außergewöhnlichen Festivals.

Bildende Kunst und Musik beim MS Dockville-Festival

Was das Dockville auszeichnet, lässt sich schon am Personal sehen. Gerade in den Anfangsjahren war kein Musikmogul prägend für das Festival, sondern mit Daniel Richter übernahm einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 21. Jahrhunderts die Schirmherrschaft. Die Vermischung von bildender Kunst und Musikfestival hält sich bis heute und hebt das MS Dockville von der stetig wachsenden deutschen Festival-Landschaft ab. Doch nicht nur das Miteinander von Kunst und Musik gibt dem Dockville Farbe. Auf den insgesamt zwölf verschiedenen Stages und Locations erlebt ihr ein friedliches Nebeneinander von Poetry Slam, Indie-Pop, Rock, Singer-Songwritern, Techno und HipHop.

Unterschiedliche Highlights von Trettmann bis Olli Schulz

Dementsprechend unterschiedlich sind auch die diesjährigen Highlights. Melancholischer HipHop von Trettmann (Fr. 22:40 Uhr) folgt auf Party-Rhythmen von Chefboss (Fr. 18:20 Uhr). Die kölsche Brass-Band Querbeat (Sa. 15:10 Uhr) rockt dieselbe Stage, die wenige Stunden später vom Indie-Headliner Alt-J (Sa. 22:20 Uhr) bespielt wird. Wer die Vielfalt des Festivals verstehen will, muss eigentlich nur das sonntägliche Line-Up der Main-Stage ansehen. Poetry Slam trifft Chart-Pop von Alice Merton (16:10 Uhr) trifft linkspolitischen Punk-Rap von Swiss & die Anderen (17:30 Uhr) trifft Rock von Welshly Arms (19:00 Uhr) trifft den Singer-Songwriter Olli Schulz (20:30 Uhr). Schade ist es allerdings, dass mit Faber (Sa. 22:40 Uhr) einer der vielversprechendsten Newcomer zeitgleich mit dem Headliner Alt-J auftreten muss.

Harmonisches Nebeneinander verschiedener Stile

Durch die über ein Jahrzehnt gelebte Offenheit scheint das sehr vielseitige Line-Up am Ende doch stimmig. Hier ist die Vermischung von Genres keine Modeerscheinung um die Jugend zu erreichen, sondern von Beginn an Teil des Konzeptes gewesen. Ob das Nebeneinander der Stile wirklich so harmonisch ist, können Zuschauer vom 16.08. bis 19.08 selbst erleben oder auf Sounds & Books lesen. Weitere Infos findet man auf der Website des MS Dockville (Beitragsbild: Hinrich Carstensen).

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