Die Rock’n’Roll Butterfahrt 12.0 auf Helgoland – Festival Review

Die Rock’n’Roll Butterfahrt 12.0 auf Helgoland – Festival Review

Die Rock’n’Roll Butterfahrt ist das größte, kleinste Festival der Welt

 

Vom 28.04.2018 bis zum 30.04.2018 fand die Rock’n’Roll Butterfahrt 12.0 auf Helgoland statt. Ein wunderbares Punkrock-Familientreffen auf der vorgelagerten Düne von Helgoland. Helgoland: Deutschlands einzige Hochseeinsel. Für gewöhnlich ist das Leben dort entschleunigt. Abgesehen vom täglichen Schub Tagestouristen, die steuerfrei einkaufen möchten, ist es dort relativ ruhig. Beim Rundgang um die Insel kann man Vögel beobachten, die alten Bunker besichtigen oder einfach in die Ferne blicken, wo allenfalls die Offshore Windparks winzig klein am Horizont zu sehen sind. Auf der vorgelagerten Düne kann man die mittlerweile fröhlich wachsende Robbenpopulation beim rumliegen oder schwimmen beobachten, selbst baden gehen oder sich einfach am Naturschutzgebiet erfreuen. Ausgerechnet diese kleine, beschauliche Insel in der Nordsee ist einmal im Jahr Schauplatz des größten, kleinsten Festivals der Welt. Die Rede ist von der Rock’n’Roll Butterfahrt.

Von den Toten Hosen zur Butterfahrt

Der Ursprung dieses kleinen Festivals liegt weit zurück. 1986 wollten die Toten Hosen ein Konzert in der Nordseehalle auf Helgoland machen. Dieses wurde allerdings damals mit einem großen Polizei-Aufgebot verhindert. So kam es damals nur zu einem Fußballturnier. Die Insel war damals noch nicht bereit für eine Horde Punker. 2002 war es dann doch soweit. Die Band durfte auf Helgoland ein Konzert geben. Im Folgejahr brachte Claus „Fabsi“ Fabian – ehemaliges Mitglied der Band ZK, dem Vorläufer der Toten Hosen – es fertig, mit seiner Band „Die Mimmis“ und ein wenig Hilfe von befreundeten Insulaner die erste Rock’n’Roll Butterfahrt vom Stapel zu lassen. Seither hat sich jede Menge getan. Aus gerade einmal 80 Konzertbesuchern und zwei Bands ist ein ausgewachsenes Dreitages-Open-Air-Festival am Südstrand der Düne geworden. Einmal im Jahr weht die Piratenflagge über der Insel und knapp 1000 Piraten entern Ende April die Insel und sorgen bei Wind und Wetter für gute Stimmung auf dem roten Felsen.

Der Vorverkauf wird ausschließlich über den Verein der Rock’n’Roll Butterfahrt geregelt. Wer mit möchte, muss entweder Mitglied sein oder jemanden kennen, der ein Ticket übrig hat. Die Bands werden erst bekanntgegeben, nachdem das letzte Ticket verkauft ist. Bis dahin erfreuen sich die Butterfahrer am fröhlichen Ratespiel, wer wohl auf der Bühne stehen wird. Wer eines der begehrten Tickets abbekommt, hat die Möglichkeit per Schiff oder per Flugzeug anzureisen. Es wird sogar ein Piratenschiff eingesetzt, das ausschließlich für die Butterfahrer reserviert ist. Auf diesem Schiff wird von der Abfahrt an gefeiert. Musiker packen ihre Instrumente aus, aus alten Kassettenrekordern oder modernen Bluetooth-Lautsprechern dröhnt Punkrock.  Für alle, die nicht ausreichend Bier dabei haben, steht ein Bierwagen auf dem Autodeck. Die etwa drei Stunden lange Fahrt ist alles andere als langweilig. In diesem Jahr hatten die Kapitäne aller Schiffe, die nach Helgoland fahren die Piratenflagge gehisst. Ein schönes, kleines Dankeschön an die vielen freundlichen Piraten. Abgesprochen mit der Festivalleitung war dies nicht. Es wurden einfach einige Fahrgäste um eine Flagge gebeten. Das sprach sich schnell rum und schon fuhr die gesamte Flotte der Reederei Cassen Eils unter der Piratenflagge.

Viele Butterfahrer kennen sich seit Jahren und fiebern dem Festival ein ganzes Jahr entgegen. Ein Jahr mal nicht dabei sein kommt einer kleinen Katastrophe gleich. Kaum trifft man sich auf dem Schiff oder auf der Insel, wird sich geherzt, gelacht, gedrückt, zusammen getrunken, gesungen und gefeiert. Alte Freunde treffen sich wieder und neue Freunde kommen hinzu. Die Kneipen, Läden und Hotels werden in diesen Tagen teilweise höher frequentiert als in der Hauptsaison. Die Butterfahrer haben einfach ihre eigene Saison geschaffen. Pauschaltouristen, die darauf nicht eingerichtet sind, schauen oft zunächst belustigt zu. Nicht selten gesellen sie sich dann aber dazu. Denn es wird nicht nur gefeiert. Es wird kommuniziert, integriert und musiziert. Nicht wenige Butterfahrer haben eine Gitarre dabei und spielen spontan eine Runde. Einige haben über die Jahre tolle Aktionen ins Leben gerufen. Z. B. die Butterjugend Rheinland. Sie verkaufen Aufnäher und übernehmen von dem Ertrag Hummerpatenschaften. Auch eine CD haben sie produziert, die für eine Spende von mindestens 5,-€ an den Mann gebracht wird. Was auf dieser CD drauf ist, spielt für die Butterfahrer kaum eine Rolle. Es sind Freunde, die sich für eine gute Sache die Seele aus dem Leib singen und gemeinsam Musik aufnehmen. Das ist mehr Wert als eine Hit-Sammlung von Superstars. Den Erlös hat die Truppe in Musikinstrumente für den Helgoländer Kindergarten Windstärke 12 investiert.

Begrüßt werden die ankommenden Piraten am Dünenanleger mit dem seit Jahren beliebten „Saufen für die Robben“. Der Verein Robbenpoppen Neuss hatte dieses kleine Event ins Leben gerufen um Spenden für die Rettung der Robbenpopulation zu sammeln. Für eine kleine Spende ab 1,-€ gibt es einen Kurzen. Das kann Rum, selbst gemachter Mexikaner, Möwenschiss oder Eierlikörchen mit Sahnehaube sein. Was auch immer den Neussern in den Kopf kommt. Durch diese und viele weitere Spendenaktionen der Mitglieder ist der Verein der Rock’n’Roll Butterfahrt mittlerweile zum größten Spender für die Seehund Station Norddeich geworden. Sage und schreibe 10000,- € sind bisher für die Robben zusammengekommen.

Da auch der Nachwuchs gefördert werden möchte und es sich bei diesem Festival um ein Familienfest der besonderen Art handelt, wurde vor einiger Zeit das Rock’n’Roll Butterfahrt-Kinderfest ins Leben gerufen. Egal ob es sich um den Anhang der Festivalgäste, Urlauber oder Helgoländer handelte, hier dürfen alle Kinder bis 10 Jahren mit ihren Eltern mitmachen. Nicht selten versuchen auch kinderlose Butterfahrer kurzfristig Patenschaften zu übernehmen, um diesem Spaß beizuwohnen. Erst wird das Gelände erkundet, um nach dem gemeinsamen Singen mit Käpt‘n Morgen und einem ordentlichen Piratenschluck – traditionell wird eisgekühlter Bommerlunder durch Apfelschorle ersetzt – etwas über die Robbenaufzucht zu lernen. Zu guter letzt wird der Captain mit seiner Crew beim Tauziehen besiegt.

Tag 1 – Von Shanties bis zu Punkrock

Eröffnet wurde das Festival, wie schon seit 2011, von den Helgoländer Karkfinken. Einem der ältesten Shanty-Chöre Deutschlands. Vor der Bühne schunkelten sich fröhlich Punker und Rock’n’Roller schon einmal warm. Von der Bühne aus konnte man jede Menge Irokesen, Lederjacken und natürlich das Meer sehen. Die Butterfahrt-Piraten sangen lauthals mit und ölten zwischen den Songs ihre Stimmbänder mit Bier oder einem Schlückchen Rum. Das weitere Lineup des ersten Abends hatte auch schon einige Highlights zu bieten. Die Panhandle Alks, die Urväter des deutschen Rockabilly um das ehemalige ZK Mitglied „Isi“ brachten die Piraten schnell zum Tanzen und Mitsingen. Alkabilly nennt sich die Musikrichtung dieser sympathischen Band, die sich selbst immer wieder ein wenig auf die Schippe nimmt.

Die Kurt Baker Combo sorgte für den ersten richtigen Abriss auf der Düne. Der Amerikanische Sänger und Gitarrist gab mit seinen Kollegen mächtig Gas. Power Rock und eine wilde Bühnenshow sind das Markenzeichen. Irgendwie hatte sich allerdings auch eine Flasche Aquavit auf die Bühne verirrt, die dem Gitarristen Jorge Colldan ein wenig zu Kopf stieg. Der stolperte mitten im Set erst in seinen Mikroständer, dann von der Bühne in Richtung Dixi-Klo. Dem Spaß und der Durchschlagskraft der Band schadete es nicht. Dafür hatte der Rest der Band einfach zu viel Power und Spaß. Da auch die Butterfahrer ein eher trinkfestes und lustiges Völkchen sind, wurde der kleine Ausfall mit Humor genommen.

Die Holländische Punkrock-Maschine Bambix durfte schon zum zweiten Mal auf der Düne auftreten. Das Trio um Willia „Wick Bambix“ van Houdt hatte ich sich schon den ganzen Tag auf diesen Gig gefreut. Auf der Überfahrt von Cuxhaven nach Helgoland hatten sie schon mit vielen Piraten angefangen zu feiern. In bester Spiellaune rockten sie los. Wick überzeugte mit ihrem melodiösen Gesang, während der Bassist seinen Bass fast so sehr verprügelt, wie der Schlagzeuger seine Schießbude.

Dem Hamburger Punk-Urgestein Razzia sah man zwar die vielen Jahre an, was der Aggressivität und dem Tempo allerdings nicht anzumerken war. Was den Siegler-Brüdern am Bass und an der Gitarre an Bewegung auf der Bühne fehlte, machte der Rest der Band um Sänger Rajas Thiele locker wieder wett. Mit Razzia ist nach fast 40 Jahren Bandgeschichte immer noch zu rechnen.

Mittlerweile hatte sich eine knappe Stunde Verspätung eingeschlichen, so dass die letzte Band des Abends erst kurz vor Mitternacht auf der Bühne stand. Die unfassbar verrückten The Fleshtones waren vor lauter Spielfreude kaum zu bremsen. Die Show war ein Musterbeispiel für geordnetes Chaos auf der Bühne. Die Musiker schienen losgelöst von einander zu agieren, folgten dabei interessanterweise aber einer nicht zu übersehenen Choreografie. Sie sahen auf der Bühne aus wie Andy Warhol, Iggy Pop und der Typ aus der Fernsehserie „Life on Mars“. Leider hatten sich viele Butterfahrer gegen Mitte des Sets der Garagenrocker aus New York in die Kojen verkrochen. Sie verpassten ein Spektakel der Extraklasse.

Tag 2 – Nebel, Regen, 80er Sound, Piraten, Punkrock und Fliegen

Pünktlich um 18 Uhr legten The Bernie and The Jörgie los. Sie waren kurzfristig für Eisenpimmel eingesprungen, die wegen eines Trauerfalls in der Familie leider absagen mussten. Das Duo, das die Butterfahrt ursprünglich einfach als Gast genießen wollte, sorgte mit Laptop, Gitarre und Gesang für ein wunderbares 80er-Jahre-Feeling. Eine wundervoll lustige Klischeeschlacht fand da auf der Düne statt. So dauerte es nicht lang bis das Festivalgelände wieder voll war. Dazu kam dann auch die Sonne hervor.

Seas of Mirth aus England sorgte danach für Stimmung. In Piratenkluft wurde nach Herzenslust Reggea-Folk-Piratenshanty zelebriert. Zur Mitte der Show ließen sie eine riesige Hummerkrabbe auf das Publikum los. Welches erst einmal Selfies mit dem Vieh machte. Kurz darauf sprang die Keyboarderin mit einem Netz in den Sand und verprügelte das Vieh. Zum Schluss der Show wurde noch ein Tauziehen vor Bühne veranstaltet.

Die Mimmis sind seit der ersten Rock’n’Roll Butterfahrt dabei und durften natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Die Funpunker um Captain Fabsi sorgten wie in jedem Jahr für eine Party der extra Klasse. Schlagerpunk war die Devise. Songs wie „Die Liste“, „Baby schade“ und „Dosenbier“ wurden vom Publikum frenetisch gefeiert. Die PA wurde vom Publikum das eine oder andere Mal übertönt und als die beiden Fernsehköche Ole Plogstedt und Stefan Marquard fleißig Mexikaner und Dosenbier verteilten, war die Stimmung natürlich kaum noch zu toppen.

Nach deutschem Funpunk ging es mit italienischem Oi weiter. Los Fastidios aus Verona läuteten das große Punkrock-Finale des Abends ein. Die Italiener sind bekannt dafür, linkspolitische Songs mit Fußballstimmung zu vermischen. Das passte der Meute vor der Bühne natürlich sehr. Das Publikum der Rock’n’Roll Butterfahrt ist ganz klar sozial und antifaschistisch eingestellt und viele davon haben auch noch eine gewisse Affinität zum Fußball. Also eine perfekte Mischung.

Bevor es aber in Richtung Hängematten gehen konnte, gab es noch den Headliner des Abends. Die Dritte Wahl. Die erfolgreiche Punkrock-Formation gehört mittlerweile zu den Lieblingen der Butterfahrt-Piraten. Zum vierten Mal durften die Rostocker nun schon auf Helgoland ihre Songs zum besten geben. Mit ihrem aktuellen Longplayer „10“ haben sie wieder ein grandioses Album vorgelegt, welches natürlich den Hauptteil des Sets ausmachte. Vom ersten Song des aktuellen Albums „Scotty“ bis zum großen Finale „Fliegen“ gab es so einige Hits aus mittlerweile 30 Jahren Bandgeschichte zu hören. Dazu gab es Stagediver, Crowdsurfer und einige sehr amüsante Anekdoten.

Auch der eine oder andere Song wurde umgedichtet, (z. B. „Wo ist mein Preis, wo ist mein Kevin“) um für zusätzliche Erheiterung bei Publikum und Crew zu sorgen. Der Fotograf dessen Namen da verwendet wurde hatte auf jeden Fall seine helle Freude an dem kleinen Scherz. Das Publikum mochte nach diesem Gig allerdings einfach nicht aufhören. Viele Minuten nach dem die Band die Bühne verlassen hatte schallte der letzte Refrain noch über die Düne. „Aber ich möchte fliegen/Ganz weit oben über’m Meer/Und dann sehe ich all die Scheiße/All die Scheiße/Hier unten gar nicht mehr“ Es war sogar bis zum Anleger zu hören, wo Captain Fabsi, mit der Security persönlich dafür sorgte, dass jeder Pirat sicher auf die Dünenfähre gelangte, um zur Hauptinsel überzusetzen.

Tag 3 – Vom Minigolf über Nachwuchsrocker bis zu The Baboon Show

Die Rock’n’Roll Butterfahrt lebt nicht nur von dem Geschehen auf der Bühne, sondern auch von Aktionen der Festivalgäste. Ab 11 Uhr morgens konnte man auf der Düne an einem Minigolf-Turnier teilnehmen. In der Früh waren allerdings nur wenige Piraten am Start. Ein schweres Gewitter hatte viele um den Schlaf gebracht. Über den Tag hinweg kamen immer mehr Butterfahrer hinzu. Immer neugierig von Hobby-Ornitologen beäugt, spielten die schrägen Vögel mit einem Bierchen in der Hand um den Wanderpokal, der später am Abend überreicht werden sollte.

Aufgrund eines nahenden Sturmes hatten sich leider viele Gäste für eine verfrühte Abreise entschieden. Der Hafen in Büsum konnte am Abreisetag aus Sicherheitsgründen nur noch morgens angefahren werden. Also fehlte leider ein Teil der Truppe am letzten Tag. Dennoch schaffte es das Kölner Punkrock-Trio Outsiders Joy als erste Band des Tages, alle übrigen Gäste schnell vor der Bühne zu versammeln. Für guten Punkrock war dann wohl doch niemand zu müde.

Bei gleißendem Sonnenschein durfte dann die Johnny Reggae Rub Foundation aufspielen. Diese Truppe war ursprünglich für das nächste Jahr geplant. Da die Razors aber leider aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten, erklärten sie sich bereit, schon in diesem Jahr das Publikum zum Tanzen zu bringen. Also wurde in der Sonne schön dem Reggae gefrönt. Ein wenig Jamaika-Feeling konnte man nach dem nächtlichen Gewitter auf jeden Fall gebrauchen.

Nach einer Stunde Offbeats war es wieder an der Zeit für Rock’n’Roll. The Peacocks aus der Schweiz drehten mächtig auf. Überall auf dem Gelände wurde getanzt und mitgesungen. Immer ein Bierchen im Anschlag und eine Zigarette im Mund war wohl das Motto an diesem Abend. Eine derart lockere Stimmung war das coole Trio um Gitarristen Hasu Langhart anscheinend nicht gewohnt und bedankten sich mit einer energiegeladenen Setlist.

Man merkte, dass es langsam auf das Grande Finale zu ging. Die Musik wurde schneller und härter. Die Skeptiker waren der vorletzte Act des Festivals. Einst gehörten sie zu den bedeutendsten Punkbands der DDR. An diesem Abend zeigten sie warum das der Fall war und warum sie es nach der Wende geschafft haben, sich in der gesamtdeutschen Musik Szene zu etablieren. Sie traten das Gaspedal voll durch. Perfekt an den Instrumenten und mit einer gehörigen Portion Aggressivität heizten sie die ohnehin schon gute Stimmung kräftig an. Die Butterfahrt ist ja schließlich ein Punkrock-Festival. Da darf es auch mal politischer und härter zur Sache gehen. Hinzu kam, dass sie genau wussten, wer den Abend beschließen würde. Da mussten sich die Skeptiker ins Zeug legen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Auf Wunsch vieler Vereinsmitglieder hatte das Orgateam alle verfügbaren Hebel in Bewegung gesetzt, um die letzte Band der Rock’n’Roll Butterfahrt 12.0 auf die Bühne zu bekommen. The Baboon Show, die Überflieger der Schwedischen Rock Szene, konnten mit Hilfe befreundeter Konzertveranstalter, die nach dem Butterfahrt-Gig für ein ausverkauftes Konzert sorgten, auf die Düne geholt werden. Derzeit gibt es kaum eine Band, die dem Quartett um Powerfrau Cecilia Boström das Wasser reichen kann. The Baboon Show bringen eine Rock-Show mit politischer Note auf die Bühne, wie sie die Piraten nur selten zu sehen bekommen. Hoch professionell und mit ungeheuerer Wucht, wissen die Skandinavier zu begeistern.

Die Rock’n’Roll Butterfahrt ist mehr als nur ein Festival

Die Rock’n’Roll Butterfahrt kein Festival, das auf dem Reissbrett von Millionen schweren Veranstaltungsagenturen entsteht. Sie ist unkommerziell, eine logistische Meisterleistung und von Menschen für Menschen gemacht. Die Mitglieder des Vereins sind ein bunter Haufen Musikfans aus aller Herren Länder, für die das Drumherum genauso wichtig ist, wie die Party selbst. Sie unterstützen nicht nur ihr Festival, sondern auch die Insel und den Naturschutz. Nachdem die Piraten über die Insel marodiert sind, ist der Strand sauberer als vorher und sogar die Robben haben ihren Spaß beim Tauchen mit einigen verrückten Piraten, die meinen, Ende April schon ins Wasser springen zu müssen.

 

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