Zum Tod von Tom Petty

Zum Tod von Tom Petty

 

Mit Tom Petty hat ein weiterer großer Rockmusiker die Weltbühne verlassen  

Immerhin war es mir vergönnt, Tom Petty wenigstens einmal live zu erleben. Vor fünf Jahren spielte er mit seinen legendären Heartbreakers in der Barclaycard Arena in Hamburg, es war das erwartbare, bombastische Rockerlebnis mit einem feinen Best-Of-Programm, man ging glückselig wieder nach Hause. Einen zweiten Auftritt von Tom Petty werde ich nun leider nicht mehr sehen, denn am gestrigen 02.10.2017 verstarb der amerikanische Songwriter im Alter von 66 Jahren an Herzstillstand.

Seine Musik begleitete mich seit Ende der 80er-Jahre. Ich sah ihn zwar mit seinen Heartbreakers  nicht als Backing Band von Bob Dylan auf dessen Deutschland-Tour im Jahre 1987 (meine Dylan-Phase begann wenig später), doch ein knapp einstündiger Mitschnitt eines Australien-Konzertes lief damals im Fernsehen, so machte ich meine erste Bekanntschaft mit Tom Petty, die nicht in die beste Zeit von Bob Dylan fiel. Doch bereits Ende 1988 mit dem ersten Album von Travelling Wilburys änderte sich der Weg Dylans wieder zum Positiven. Die Supergroup mit George Harrison (ich war damals bereits ein glühender Beatles-Verehrer), Roy Orbison (wie könnte man diesem Gesang nicht widerstehen?), Jeff Lynne (für das Electric Light Orchestra hatte ich schon seit Kindheitstagen viel übrig) und eben Tom Petty bracht mich näher an das Werk des 1950 in Gainesville, Florida geborenen Musikers, der nach der Veröffentlichung seines Solo-Albums Full Moon Fever von 1989 dann auch in Europa kommerzielle Erfolge feierte.

Songs wie „Free Fallin‘“ und „I Want Back Down“ blieben hängen, ich blieb an Pettys Musik dran und wurde in den folgenden Jahren mit Alben wie Into The Great Wide Open, Wildflowers, Echo, The Last DJ, Highway Companion, Mojo und zuletzt Hypnotic Eye belohnt. Frühwerke wie das selbstbetitelte Debüt, oder Damn The Torpedoes legte man natürlich ebenfalls immer wieder gerne auf, sie alle waren verlässliche musikalische Partner und werden es immer bleiben. Und genau das bleibt zu tun. Tom Pettys Musik hören und sie an nächste Generationen weiterreichen. Gute Reise, Tom Petty.

(Beitragsbild: Warner Music)

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