Cigarettes After Sex: Cigarettes After Sex – Album Review

Cigarettes After Sex: Cigarettes After Sex – Album Review

 

Sommer in Zeitlupe

The Doors, Radiohead, Philip Glass, The Smiths und Elvis Costello: Das sind die musikalischen Vorbilder von Greg Gonzalez. Und es sind die Zutaten, aus denen die Musik seiner Band „Cigarettes After Sex“ gemacht ist. Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten EPs folgt nun das sehnlichst erwartete Debütalbum der Band. Die neun Tracks sind tiefenentspannter, flimmernder Zeitlupen-Pop, wie man ihn am besten bei 35 Grad im Schatten hören sollte oder eben bei der Zigarette danach. Am Anfang des Albums schließt „K.“ den Hörer in seine Arme, ein ganz und gar weicher, sanfter Popsong mit Akustikgitarre und samtigem Gesang.

Im Laufe des Albums ändert sich zwar ab und zu die Verkleidung – wenn etwa Keyboards die Dominanz der Gitarren übernehmen – die relaxte, melancholische und hypnotische Grundatmosphäre aber bleibt durchgängig bestehen. Besonders schön sind „Sunsetz“, „Flash“ und „Truly“. Aber auch das abschließende und extralangsame „John Wayne“ ist ein wundervoller Soundtrack für Hangover-Tage. Cigarettes After Sex machen intime Musik. Die Band aus El Paso in Texas gibt es bereits seit 2001. Doch erst seit ihr Dream-Pop in den sozialen Netzwerken zu hören ist, entwickelte sich das Interesse. Der Release ihres Debüts dürfte nun den Durchbruch mit sich bringen.

„Cigarettes After Sex“ von Cigarettes After Sex ist am 09.06.2017 bei Partisan Records / PIAS erschienen.

 

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