Jeremy & The Harlequins: Into The Night – Album Review

Jeremy & The Harlequins: Into The Night – Album Review

Eine erfreulich unterhaltsame Rock’n’Roll-Reise

von Gérard Otremba

Das New Yorker Quintett Jeremy & The Harlequins bedient sich auch auf seinem zweiten Longplayer Into The Night beim Rock’n’Roll aus den 50er und 60er Jahren, dass es eine wahre Pracht ist. Sänger Jeremy Fury, die Gitarristen Craig Bonich und Patrick Meyer, Bassist Bobby Ever und Schlagzeuger Stevie Fury entwickeln dabei eine furiose Spielfreude und huldigen den Stars der ersten Rock’n’Roll-Ära. Obwohl der titelgebende Album-Opener „Into The Night“ in seiner treibenden Hymnik auch ein guter Bruce Springsteen-Song sein könnte. Doch lehnt sich dessen Musik natürlich ebenfalls an den good old Rock’n‘Roll an, insofern passt es wieder mit den 50ern.

In „No One Cares“ schütteln Jeremy & The Harlequins mal eben locker Buddy Holly und die ganz frühen Rolling Stones aus den Ärmeln, dem klassischen Rockabilly-Rock’n‘Roll wenden sie sich mit „Rhythm Don’t Lie“ zu und „For Angels“ ist so viel Blue-Eyed-Rock’n’Roll wie es Roy Orbison nur zulässt. Nun singt Jeremy Fury nicht gar so exponiert wie der große Meister mit der Sonnenbrille, aber die Atmosphäre stimmt. Der Jingle-Jangle-Twang von „Let Her Run“ entpuppt sich als feinster Tom Petty-Rock und bei „Big Beat“ lernen die fünf gar noch den Duck-Walk von Chuck Berry.

Elvis Presley trifft auf Dions „The Wanderer“ in „Drinkin‘ By Myself“ und wenn die Kastagnetten und Trompeten in „Critical Condition“ erklingen, ist es Zeit für herzzerreißende Romantik, die im verträumten „There’s A Girl“ fortgeführt wird. Wie damals in den frühen 60ern, als die Beatles noch Herz-Schmerz-Songs coverten. Euphorischer fällt dann der Album-Ausklang mit „Oh Yeah (I Did It Again)“ aus. Insgesamt ein höchst unterhaltsamer und erfreulicher Zeitreise in die Rock’n’Roll-Vergangenheit. So schön zeitlos klingt der Rock’n’Roll mit Jeremy & The Harlequins.

„Into The Night“ von Jeremy & The Harlequins erscheint am 05.08.2016 bei Yep Roc Records / H’art.

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