Knust Acoustics: Lilly Among Clouds, The Caper und Ben Schadow Band

Knust Acoustics: Lilly Among Clouds, The Caper und Ben Schadow Band

Immer wieder lohnenswert: Die Knust Acoustics Sommersession in Hamburg

Text und Fotos von Gérard Otremba

Seit Anfang Juni ist die Open-Air-Veranstaltung Knust Acoustics Sommersession wieder im vollen Gange. Jeden Mittwoch spielen ab 18 Uhr jeweils drei Bands oder Solisten einen halbstündigen, in der Lautstärke dezenten Gig. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Künstler werden nach jedem Auftritt gesammelt. Am Dienstag wäre der Auftritt von Lilly Among Clouds, The Caper und der Ben Schadow Band noch im Sturm und Regen untergegangen, am gestrigen Mittwoch, 06.07. 2016 wehte immerhin nur noch ein lausig unangenehmer und für die Jahreszeit kühler Wind. Den Anfang machte die Hamburger Formation The Caper. Florian Jakob (Gesang, Keyboard), Tim Spohn (Gitarre), Ben Schadow (Bass) und Ulli Meier (Schlagzeug) spielten einen überaus angenehmen, souligen Folk-Pop, melodieverliebt, groovy, und mit diversen Sixties-Reminiszenzen ausgestattet. Da darf man gespannt sein, wie sich die Dynamik der Songs unterm Dach und mehr Power aus den Reglern anhört.

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Die junge Würzburgerin Lilly Brüchner, alias Lilly Among Clouds, begann ihren Auftritt mit dem beeindruckenden „Blood&History“. Ungern lasse sich auf die Singer-Songwriter-Schiene reduzieren, sagte sie hernach, doch sind ihre ausdrucksstarke Stimme und die Pianobegleitung der Pfand bei diesem unter die Haut gehenden Song. Sie liebe den Pop, den Beat und die Melodien, so dass im Verlauf ihres Sets in Triobesetzung mehr Raum den Arrangements zu Teil wird. Die Musik von Lilly Among Clouds kommt bei Publikum so gut an, dass sogar eine Zugabe gewährt wird.  Am ersten Longplayer wird fleißig gearbeitet, im Januar nächsten Jahres soll es so weit sein. Sounds & Books wartet (un)geduldig.

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Die Sache mit dem Debütalbum hat der umtriebige Hamburger Musiker Ben Schadow, der auch bei Rhonda, Dirk Darmstaedter und Bernd Begemann zu hören ist, schon länger hinter sich. Seine feinsinnige Melange aus Rock’n‘Roll, Pop, Soul und klassischem Singer-Songwriting mit deutschen Texten, die sämtliche Jahrzehnte vereint und trotzdem immer irgendwie nach Indie klingt, ist jederzeit zugänglich, witzig und catchy. Am liebsten hätten sie zwei Stunden lang gespielt, sagte Ben Schadow, doch es folgte ja noch das erste Halbfinale der Fußball-EM. Beim nächsten Konzert gibt es dann wieder die volle Dröhnung von Ben Schadow und Band, zu der Schlagzeuger Markus Baier sowie die The Caper-Mitglieder Florian Jakob und Tim Spohn gehören. Wird sich lohnen.

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