DMA’s: Hills End – Album Review

DMA’s: Hills End – Album Review

Der Brit-Pop der 90er feiert mit der australischen Band DMA’s fröhliche Urstände

von Gérard Otremba

Natürlich könnte man DMA’s Epigonentum vorwerfen. Natürlich klingt das australische Trio DMA’s auf ihrem Debütalbum Hills End wie eine Mischung aus Oasis und Blur. Aber es ist eine ganz exquisite Mischung, die uns Tommy O’Dell, Johnny Took und Matt Mason da zusammenbrauen. Ja, klar, so klang der Brit-Pop in der 90ern und jetzt klingt der Brit-Pop zwanzig Jahre später eben genauso bei DMA’s, so what? Und auf Hills End gibt es genügend Songs, die diverse Oasis-Alben veredelt hätten.

Man kann sich der Euphorie, der Melodieseligkeit, dem Schneid, den Hooks von „Lay Down“ nun wirklich nicht entziehen. Eine vollkommenere Gitarren-Pop-Hymne kann es kaum geben. Mit ihrer selbstbetitelten EP setzten sich DMA’s bereits letztes Jahr gut in Szene, daraus haben es das feinsinnig beginnende und in bombastischer Opulenz endende „Delete“ sowie die innige und schöne Ballade „So We Know“ auf das Album geschafft, das mit dem dringlichen, von Gitarrenriffs dominierten „Timeless“ beginnt, das den ersten Rauschzustand verursacht, der mit „Lay Down“ und „Delete“ seine Fortsetzung erfährt.

Auch „Too Soon“ weiß aus den Vollen zu schöpfen, während „In The Moment“ durchaus die Spur Größenwahn in sich trägt, die bei den oben genannten Vorbildern nötig ist. „Step Up“ perlt lässig und leicht melancholisch wie einst auch einige The Smiths-Klassiker, schmissig und treibend „Melbourne“, verspielt und verträumt „Straight Dimensions“, gar schmachtend „Blown Away“. Auch „The Switch“ vergeht vor Sehnsucht, bevor Hills End mit dem wuchtigen und hypnotischen „Play It Out“ ein würdiges Ende findet. Ein Debütalbum, das alle Gitarren-Pop-Rock-Anhänger befriedigen wird.

„Hills End“ von DMA’s erscheint am 26.02.2016 bei Infectious / BMG / PIAS Cooperative).

 

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