Joe Astray live im Hamburger Molotow – Konzertreview

Joe Astray live im Hamburger Molotow – Konzertreview

Folk-Punk-Sänger Joe Astray beim Hamburger Heimspiel am 26.03.2015

Text und Fotos von Gérard Otremba

Endlich. Endlich das Molotow. Im Hamburger Kultclub auf dem Kiez aufzutreten sei bereits während seiner Zeit in Karlsruhe immer ein Wunsch gewesen, sagt Joe Astray während seines Gigs im, genau, Molotow. „Das Molotow in Hamburg gehörte schon immer zu meinen Lieblingsclubs“, erzählt Astray. Nun ist es nicht gleich der große, sich im Erdgeschoss befindliche Saal geworden, sondern die SkyBar im zweiten Stock, doch das interessiert hier an diesem Abend niemanden.

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Immerhin diente der Musikclub Größen wie Mumford & Sons, The White Stripes, The Killers oder Wir sind Helden als Sprungbrett zur großen Karriere. Über Joe astrays Weg von Australien über Karlsruhe nach Hamburg ist an dieser Stelle bereist berichten worden, momentan tourt der in Sydney geborene Sänger und Gitarrist als Support der Band Die Apokalyptischen Reiter durch Deutschland, Konzerte, bei denen er jeweils gut 1000 Zuschauern oder mehr seine Musik vorstellen darf. Ganz so viele passen ins Molotow auf St. Pauli nicht, doch wird es ein inniger Heimspiel-Abend mit zahlreich erschienenen Fans. Zum ersten Mal begleitet ihn auf dieser Tour Schlagzeuger Antoine Laval, was Joe Astray sichtlich gut tut, muss er in den 45 Minuten die Aufmerksamkeit nicht allein mit seinem Gesang und Gitarrenspiel auf sich ziehen.

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Joe Astray und Antoine Laval finden eine organische Mischung aus Midtemposongs („Painting The Picture Of Distance“, „Fire“, „Newtown“), ruhigen Folk-Balladen („Fluff“, „Pirate“) und kernigen, vorwärtstreibenden Punk-Rock-Stücken („Where You Want To Be“, „Tribute To The Fox“). Neue, auf einer in Planung stehenden CD erscheinende Songs wechseln sich mit alten ab, von leise und zart, bis laut und rabiat dehnt Astray seine Stimme und verleiht dem superben Auftritt einige ganz besondere Momente. Und, wer weiß, vielleicht steht auch er bald in der Hall Of Fame des Molotow.

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