Horse Thief: Fear In Bliss – Album Review

Horse Thief: Fear In Bliss – Album Review

Elegischer Indie-Rock-Pop von Horse Thief

von Gérard Otremba

Horse Thief ist eine amerikanische Indie-Rock-Pop-Band, die mit Fear in Bliss ihren ersten Longplayer veröffentlicht hat. „Warm Regards“ heißt der letzte Song auf dem Debütalbum von Horse Thief, eine edle Keyboard-Ballade mit leicht verhallten Vocals, und genau das ist die Quintessenz dieser Platte, der wärmende Sound der zehn Songs, die von Sänger, Texter und Gitarrist Cameron Neal, Bassist Cody Fowler, Schlagzeuger Alberto Roubert, Organist, Keyboarder, Gitarrist Zach Zeller sowie Gitarrist und Keyboarder Alex Coleman liebevoll arrangiert wurden und manchmal wie Suede-Songs mit amerikanischen Einschlag klingen. Songs, die zwischen intimer Beschaulichkeit und hymnischen Ausbrüchen changieren, häufig mit wehmütigen Gitarren und einem unendlich barmenden Gesang Cameron Neals im Vordergrund, wie das Stück „Little Dust“ so schön beweist. Auch „Devil“ wird von einem poetischen, schwermütigen Gitarrenspiel getragen und schafft es, mit Rhythmus- und Tempowechsel in euphorische Sphären emporzuschweben. Trotz dramatischer Gitarrenriffs schwelgt der Indie-Pop von „I Don’t Mind“ in sehnsuchtsvollen Gefilden, opulente Refrains inklusive. Die Rauschhaftigkeit von „Human Geographer“ oder „Holding On“ ist jederzeit spürbar und doch liegt auch diesen Songs eine elegische Note zu Grunde. Als ein wunderhübsches akustisches Kleinod entpuppt sich „Already Dead“, während „Dead Drum“ einen legeren Tom Petty-Rhythmus findet, „Let It Go“, trotz erneut hörbarer Schwermut, fast schon als aufgekratzte Uptemponummer bezeichnet werden kann und „Come On“ unendlich viel Liebe und Romantik ausstrahlt. Die wie Midlake aus Denton, Texas, stammende und in Oklahoma beheimatete Band Horse Thief hat mit Fear In Bliss eine wunderbar knuffige Platte eingespielt.

„Fear In Bliss“ von Horse Thief ist am 11. April 2014 bei Bella Union / Pias Cooperative erschienen.

 

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