Waxahatchee: Out In The Storm – Album Review

Waxahatchee: Out In The Storm – Album Review

 

Das bisher beste Waxahatchee-Album

Out In The Storm ist das mittlerweile vierte Album von Waxahatchee. Benannt nach einem Fluß im heimatlichen Alabama, ist Waxahatchee ein Projekt, hinter dem die Songwriterin, Sängerin und Gitarristin Katie Crutchfield steckt, die bereits mit ihrem letzten Album Ivy Tripp für Furore im Indie-Rock-Lager und an dieser Stelle sorgte. Offensichtlich stand der Bandgedanke bei den Aufnahmen zu Out In The Storm für Katie Crutchfield im Vordergrund. Teilten sich bei Ivy Tripp außer Crutchfield nur zwei weitere Musiker das Instrumentarium, so halfen Katies Schwester Allison Crutchfield am Keyboard und den Percussions, Bassistin Katherine Simonetti, Schlagzeugerin Ashley Arnwine und Gitarristin Katie Harkin an der Entstehung des neuen Albums.

Auf Anordnung des erfahrenen Produzenten John Agnello (u.a. Dinosaur Jr., Sonic Youth, Son Volt, Okkervil River) wurde fast alles live im Studio von Miner Street Recordings in Philadelphia aufgenommen. Katie Crutchfield jedenfalls war ganz begeistert von der Zusammenarbeit mit Agnello, sie spricht von einer lebensverändernden Erfahrung und einer großartigen gemeinsamen Verbindung während des Aufnahmeprozesses. Tatsächlich klingen die zwischen Lo-Fi- und Alternative-Indie-Rock changierenden Arrangements noch konsistenter und griffiger als auf dem schon vorzüglichen Vorgänger.

Der rumpelnde und treibende Indie-Rock schlägt bei „Silver“ eine ausgeprägte Power-Pop-Note an, die den Song ganz vorzüglich ins Hymnische umschlagen lässt, ein umwerfender Höhepunkt von Out In The Storm. Die Laut-Leise-Parts tariert der Opener „Never Been Wrong“ perfekt aus, ein einladender Plattenbeginn, der vom sich anpirschenden, hypnotischen „8  Ball“ abgelöst wird. Eine „Silver“-Variante präsentieren uns Waxahatchee mit „Hear You“, in dem die Hymnik ebenfalls groß geschrieben. wird. Ausfälle findet man auf Out In The Storm keine, das donnernde „No Question“ und der verträumte Songwriter-Indie-Folk von „A Little More“ gehören aber zweifellos zu den Anspieltipps dieses wiederum sehr abwechslungsreichen und bisher besten Waxahatchee-Albums.

„Out In The Storm“ von Waxahatchee ist am 14.07.2017 bei Merge Records erschienen.

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