Gérard bloggt über Blogbuster

Gérard bloggt über Blogbuster

Die Vorentscheidung

von Gérard Otremba

Als mich Ideengeber und Initiator Tobias Nazemi letztes Jahr ansprach, ob ich bei Blogbuster mitmachen möchte, war ich hin- und hergerissen zwischen coole Sache, aber eigentlich gar keine Zeit, widme ich doch meine knapp bemessene freie Zeit fast ausschließlich dem Laufsport. Dies ist für mich gesundheitlich elementar wichtig, so dass mir nun nichts anderes übrig bleibt, als mir für Blogbuster die eine oder andere Stunde meiner Zeit als Chefredakteur für Sounds & Books zu stehlen. So arg viele Stunden kann ich mir nun allerdings auch wieder nicht abzweigen, sonst bleiben zu viele redaktionelle Arbeiten liegen. Und so hänge ich leider zeitlich mit dem Blogbuster-Projekt hinterher und habe die Angst, ihm nicht gerecht werden zu können. Während andere Blogbuster-Mitstreiter bereits ihren Favoriten gefunden haben, ist es mir immerhin schon gelungen, eine erste Vorauswahl zu treffen.

Insgesamt erreichten mich zwölf Einsendungen und interessanterweise nahmen fast alle Autoren und Autorinnen den Namen des Online-Magazins Sounds & Books beim Wort. Wahrscheinlich sind alle Manuskripte mit einem Musikhintergrund bei mir eingereicht worden. Und das macht ja auch Sinn. Zwar lese ich nicht jede auf dem Markt erhältliche fiktive Musikerbiographie, freue mich aber über die vielen Musikreferenzen in den eingesandten Exposés, egal ob Volksmusik, Klassik oder Heavy Metal. Mit allen drei Stilrichtungen habe ich nicht so viel am Hut, doch hatten meine persönlichen musikalischen Vorlieben keinen Einfluss auf die getroffene Vorauswahl. Die ist mir aufgrund der gewählten Themen nicht einfach gefallen, denn auch Adoleszenz-Romane sind bei mir eingetroffen und auch jene sind mir durchaus willkommen. Aber folgende sechs Romane habe ich die engere Wahl gezogen. Von Ina Elbracht „Sie nannten mich den Mann mit den goldenen Schuhen“, eine zeitgenössische Version von E.T.A Hoffmanns Elixiere des Teufels in der Schlager- und Volksmusikszene. Ebenfalls am Start ist Stefan Focke mit „Ein Leben in der zweiten Reihe“, eine Adoleszenz- und Coming of age-Geschichte eines Heavy Metal-Fans in einer fränkischen Kleinstadt.

Eine Chance erhält Cornelia Liedtke mit dem Roman „Alices Erbe“, in dem eine junge Millionenerbin ihren Protest durch ein Bed-In in einem Luxoshotel zum Ausdruck bringt. Noch im Rennen ist Rob Kenius und sein „Club Nirwana“, eine Studenten-Musikclub-Beziehungs-Story sowie Robin Baller und sein Entwurf „Der Fall Eichendorff“, in dem der Musiker einer Kultband eines Tages des Mordes angeklagt wird. Und auch der Roman „Pouxi“ von Ralf Kreher, eine Liebesgeschichte zwischen einer Sängerin und eines Ex-Fremdenlegionärs, steht auf meiner Liste. Diese sechs Manuskripte schaue ich mir in den nächsten Wochen genauer an und verkünde Ende Februar meinen Kandidaten, mit dem ich den Blogbuster 2017 rocken werde. Bei allen anderen Teilnehmern möchte ich mich für ihr Vertrauen bedanken. Es gab den ein oder anderen Härtefall, aber am Ende kann nur einer gewinnen. Einer von insgesamt 250 Autoren, die sich für den Blogbuster beworben haben. Fortsetzung folgt…

Kommentare

  • Nussbaumer

    Nur kurz; ich finde es sehr schade, das schlussendlich einmal mehr Chefredaktoren und Literaturkritiker bestimmen was gut und was nicht gut genug ist. Ich dachte, für einmal würden ganz normale Leser den Gewinner küren. Da kann ich mein Buch genausogut an irgend einen Verlag schicken. . Ich habe zum Beispiel keine Leseproben gefunden für den Normalleser. und das wäre doch spannend gewesen. Ganz normale Leser. Schade. Sehr schade

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